Am 17. September 2026 trafen sich die Partner des Forschungsprojekts CEleRA – Circular Electronics Repair & Automation zum zweiten Konsortiumstreffen bei NXP in Hamburg. Im Mittelpunkt standen der aktuelle Projektfortschritt, die geplanten Demonstratoren sowie die weitere Konkretisierung des Digitalen Produktpasses (DPP) für reparierbare und recyclingfähige Elektronik.

Das Konsortium verständigte sich darauf, im Projekt eine praxisnah umsetzbare DPP-Lösung zu entwickeln, die die für Reparatur, Wartung und Recycling erforderlichen Informationen bereitstellt und anhand konkreter Demonstratoren erprobt wird. In den nächsten Schritten werden dafür insbesondere die Mindestinhalte des DPP, Datenquellen, Zugriffsrechte und Verantwortlichkeiten sowie das Zusammenspiel von Informationen direkt am Produkt und angebundenen digitalen Systemen festgelegt.

Erstmals nahmen auch die beiden Unterauftragnehmer Open-DPP und S2S Dynamics am Konsortiumstreffen teil. Open-DPP bringt seine Expertise zur technischen Umsetzung und Bereitstellung von DPP-Strukturen ein, während S2S Dynamics insbesondere die Anforderungen an recyclingrelevante Daten und deren Integration unterstützt. Damit werden zusätzliche Kompetenzen für die durchgängige Verbindung von Produkt-, Reparatur- und Recyclinginformationen in CEleRA eingebunden.

Weiter konkretisiert wurde die geplante Prozesskette für Design for Repair. Reparaturfreundliches Elektronikdesign, Fertigung und Digitaler Produktpass sollen so miteinander verknüpft werden, dass Reparaturprozesse auf Grundlage strukturierter DPP-Daten durchgeführt werden können. Ergänzend untersucht CEleRA eine nachrüstbare NFC-basierte DPP-Lösung für Bestandsprodukte und ältere Elektronik.

Die Partnerbeiträge zu sicheren Chiptechnologien, Datenmodellen und DPP-Plattformen, KI-gestütztem Elektronikdesign sowie Fertigung und Reparatur bilden die Grundlage für die weitere Integration. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe wird nun die DPP-Struktur und die benötigte Datenbasis weiterentwickeln und anhand konkreter CEleRA-Anwendungsfälle erproben.

Damit hat das Konsortium in Hamburg wichtige Eckpunkte für die nächste Projektphase festgelegt und den Weg von den bisherigen Konzepten hin zu integrierten Demonstratoren weiter konkretisiert.

Das Projekt wird im Rahmen des „GreenTech Innovationswettbewerbs – Digitale Technologien als Hebel für die Kreislaufwirtschaft“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.